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Wenn von Konsum die Rede ist, gehört das Shopping zweifellos dazu. Dabei umfaßt Shopping weitaus mehr, als bloß den Vorgang des Einkaufens und Bezahlens einer konkreten Leistung. So gehört zum Shopping die Vorkaufphase, bestehend aus Vorabinformationen durch die Werbung, die Wahl der Einkaufsstätte, der Vergleich und die Auswahl des Angebots, sodann der eigentliche Kaufprozeß und schließlich die Nachkaufphase, wenn der Einkauf nachträglich begutachtet, hergezeigt, gerechtfertigt und ggf. wieder umgetauscht wird. Überdies wächst sich das Shopping zu einem ganz eigenen Typus von Erlebnis aus, bei dem es kaum noch auf den eigentlichen Kaufanlaß, sondern um das Einkaufen als solches ankommt, wie beim Flanieren, das seinen Wert nicht in der zurückgelegten Strecke hat, sondern im schlichten Tun, im Sehen und Gesehenwerden, mithin Selbstzweck. Shopping ist gewissermaßen ein eigener Seinszustand, für den Güter und Dienstleistungen, Kaufhäuser und Verkäufer nur ein Medium darstellen, ein Katalysator für ein bestimmtes inneres Erleben mit einem bestimmten Zeitlauf und in extra dafür geschaffenen Räumen. Die Tagung Soziologie des Shopping möchte all diesen Aspekten intensiver nachgehen. Das Thema selbst ist im Rahmen der deutschen Soziologie relativ neu. Literatur gibt es vor allem aus dem englischen Sprachraum (vgl. Daniel Miller: A Theory of Shopping). Insofern besitzt diese Tagung einen explorativen Workshop-Charakter. Ablaufplan:Donnerstag, 1. April 2004Möglichkeit eines gemeinsamen Abendessens: Freitag, 2. April 20049.00-9.30 9.30-10.30 Kaffeepause 10.45-11.45 12.00-13.00 Mittagspause 14.30-15.30 15.45-16.45 Kaffeepause 17.00-18.00 18.00-18.45 Abendessen im Quartiere Latino, Erzbergstr. 1/Universitätsplatz, Tel. 0391-5439737 Samstag, 3. April 20049.30-10.30 Kaffeepause 10.45-11.45 |
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Letzte Aktualisierung: 06.05.2005 |
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